Erste Hilfe gegen Unsauberkeit bei Erwachsenen Hunden

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War dein Hund bisher immer stubenrein und hat seine Geschäfte draußen erledigt? Hat sich das jetzt (plötzlich) geändert? In solchen Fällen kann eine eingetretene Unsauberkeit unterschiedliche Gründe haben. Die Ursachen sind in den meisten Fällen entweder psychischer oder physischer Natur. Je nach Ursache kannst du diesem Problem deshalb auf unterschiedliche Weise begegnen.

Warum werden Hunde unsauber?

Die meisten Hunde werden bereits als Welpen nach einigen Wochen oder spätestens wenigen Monaten stubenrein. Mit viel Geduld und Zeit für Spaziergänge kannst du einem Welpen recht einfach das richtige Verhalten beibringen, damit dieser sein Geschäft draußen und an der richtigen Stelle erledigt.

Was sich bei jungen Hunden noch als relativ einfach erweist, ist im Erwachsenenalter schon deutlich schwieriger. Der Hund weiß nämlich bereits, wie er sich verhalten muss. Deshalb kommt es zunächst darauf an, den Grund herauszufinden, warum dein tierischer Freund unsauber geworden ist.

Die Gründe lassen sich in physische sowie psychische Ursachen einteilen. Ist die Ursache erst einmal bekannt, kannst du sie in der Regel schnell wieder beseitigen. Je früher du das Problem erkennst und es lösen kannst, desto schneller ist es möglich, den Hund wieder vollständig stubenrein zu bekommen.

Der Hund ist unsauber geworden: physische Ursachen

Unsauberkeit beim Hund - Ursachen

Zuerst sollte ein Tierarzt prüfen, ob Erkrankungen der Auslöser für die Unsauberkeit beim Hund sind

Zahlreiche Krankheiten können dazu führen, dass ein Hund plötzlich unsauber ist. Einige Erkrankungen, aber auch das Lebensalter des Hundes, können aus unterschiedlichen Gründen eine sogenannte Inkontinenz hervorrufen. Eine solche Blasenschwäche kann zum Beispiel durch eine Blasenentzündung ausgelöst werden und lässt sich dementsprechend gut behandeln.

Aber auch ein älterer Hund, der plötzlich unsauber wird, kann mit der Zeit eine Inkontinenz entwickeln. Vierbeiner im fortgeschrittenen Alter bauen nämlich – wie nahezu alle Säugetiere und auch wir Menschen – mit der Zeit Muskeln ab. Ist der Schließmuskel ebenfalls von diesem Muskelabbau betroffen, so ist ein gezielter Muskelaufbau notwendig.

Darüber hinaus sind Hunde nach einer Kastration häufiger unsauber. Tierärzte können in diesen Fällen entsprechende Medikamente verschreiben. In manchen Fällen reichen aber bereits pflanzliche Mittel, wie zum Beispiel Kürbiskernkapseln, aus, um die Blasenschwäche zu beseitigen.

Zusammenfassend können also die folgenden körperlichen Ursachen zur Unsauberkeit ausgewachsener Hunde führen

  • Blasenentzündung
  • Inkontinenz durch Muskelabbau
  • Kastration
  • Operationen im Blasenbereich
  • Tumor im Bereich der Blase
  • Nierenerkrankung (Niereninsuffizienz)

Psychische Ursachen der Unsauberkeit beim Hund

In vielen Fällen leiden Hunde trotz ihrer Unsauberkeit nicht unter einer physischen Erkrankung. Stress und Angst, aber auch übermäßige Freude, können nämlich ebenfalls dazu führen, dass der Vierbeiner noch im Erwachsenenalter unsauber wird.

Das ist insbesondere der Fall, wenn der Hund sein kleines oder großes Geschäft situationsbedingt im Wohnbereich verrichtet. Einige typische Beispiele für Situationen, in denen erwachsene Hunde unsauber werden können, sind:

  • freudige Begrüßung
  • tagsüber lange alleine bleiben
  • nachts alleine sein
Bachblüten Hund

Bachblüten können gegen Angst als Auslöser für Unsauberkeit beim Hund helfen

Das Hormon Aldosteron führt bei einigen Hunden dazu, dass sie in manchen Situationen unsicher und ängstlich sind. Gerade diese Vierbeiner benötigen mehr Unterstützung. Ist ein ängstlicher Hund unsauber, bietet zum Beispiel auch die Homöopathie Lösungsansätze. So sollen zum Beispiel Bachblüten den vierbeinigen Patienten dabei helfen können, sich wieder zu entspannen.

Ist ein Hund ängstlich, kann dies ebenso dazu führen, dass er sein Geschäft nicht in aller Ruhe draußen erledigen kann. Zum Lösen dieses Problems ist Entspannung notwendig, die unter Stress nicht vorhanden ist. Diese Art der Angst kann zum Beispiel ausgelöst werden, wenn das Tier durch andere Hunde verunsichert wird.

In diesen Fällen reicht es häufig schon aus, neue Wege beim Spazierengehen einzuschlagen. Mehr Ruhe und weniger Ablenkung durch andere Hunde oder Spaziergänger können das Problem manches Mal bereits lösen. Ist kein anderer Spazierweg vorhanden, dann lässt sich das Problem häufig umgehen, indem andere Spazierzeiten gewählt werden.

Ein neuer Hund ist unsauber

Nicht immer tritt die Unsauberkeit plötzlich auf. So kann zum Beispiel ein Hund aus dem Tierheim unsauber sein, weil er sich zuerst an die Veränderungen und den neuen Lebensrhythmus gewöhnen muss. Vermehrte Spaziergänge und ein klar strukturierter Tagesablauf können in diesen Fällen hilfreich sein. Wer einen erwachsenen Hund bei sich aufgenommen hat, muss diesem in manchen Fällen aber auch erst beibringen, stubenrein zu werden.

Nicht jedes bellende Haustier hat es gelernt, stubenrein zu sein, wie beispielsweise Hunde aus Zwingerhaltung. In diesen Fällen ist ein konsequentes Training erforderlich.
Das Training zur Stubenreinheit kann ähnlich wie bei Welpen erfolgen. In der Regel lernen erwachsene Hunde schnell und können selbst nach vielen Jahren noch umtrainiert werden.

Schnelle und gründliche Reinigung der betroffenen Stellen

Unabhängig von der Ursache ist es wichtig, dass du bei Unsauberkeit schnell reagierst und die betreffenden Stellen gründlich reinigst. Eine gute und sorgfältige Reinigung trägt zum einen zu deinem Wohlbefinden bei und kann zum anderen helfen, dass du gelassener reagieren kannst.

Zudem sollte der Geruch an der Stelle schnell verschwinden. Ansonsten kann es passieren, dass der Hund immer wieder die gleiche Stelle für sein Geschäft aufsucht, denn die Spürnase auf vier Pfoten kann deutlich besser als ein Mensch riechen.

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Deshalb ist eine sehr gründliche Reinigung notwendig. Zur vollständigen Beseitigung des Geruches gibt es spezielle Mittel, beispielsweise den Geruchsentferner von BactoDes. Dieser beinhaltet spezielle Bakterien welche die Stoffe zersetzen, die für den Gestank von Hundeurin verantwortlich sind: Unter anderem Schwefelwasserstoffe, Ammoniak und Amine. So wird der Geruch von Grund auf beseitigt, anstatt ihn wie bei gewöhnlichen Haushaltsreinigern nur kurzfristig zu überdecken.

Vorgehensweise und Empfehlungen bei unsauberen Hunden

Ist ein Hund auf einmal unsauber geworden, sollte der erste Weg in jedem Fall zu einem Tierarzt führen, denn körperliche Gründe sollten zunächst ausgeschlossen werden. Zudem kann es helfen, das Verhalten des Hundes genau zu beobachten, um den Grund herauszufinden und letztendlich zu beseitigen. Im Zweifel können auch bei psychischen Ursachen Tierärzte oder Tierpsychologen befragt werden, die gegebenenfalls Arzneimittel oder homöopathische Mittel verschreiben.

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