So bekommst du deinen Hunde-Welpen stubenrein

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Einen Hundewelpen stubenrein zu bekommen ist gar nicht so schwer – vorausgesetzt man weiß, wie das geht und macht möglichst keine Fehler!

Damit dein Welpe möglichst schnell stubenrein wird, habe ich in diesem Artikel die wichtigsten Tipps für dich. Außerdem zeige ich dir auch was die am häufigsten gemachten Fehler in dieser Disziplin der Hundeerziehung sind – damit du sie vermeiden kannst!

Die Voraussetzungen

Was du vor allen Dingen brauchen wirst:

  • Geduld
  • Zeit
  • Gute Nerven

– Wie lange dauert es, bis ein Welpe stubenrein ist?

In der Regel dauert das ungefähr 4-6 Wochen, wenn alles ohne Probleme verläuft und vor allem Fehler vermieden werden.

Bei manchen Hunden kann es aber sogar 6 Monate und länger dauern, bis sie komplett stubenrein sind.

Es ist also wirklich viel Geduld gefragt.

– Wann sollte man damit anfangen, einen Hundewelpen zur Stubenreinheit zu erziehen?

So schnell wie möglich! Die ersten 20 Wochen eines Hundelebens werden auch als Prägephase bezeichnet. In dieser Zeit lernt ein Hund gut und schnell.

Das Grundprinzip – oft raus gehen und Bestätigung

Welpen haben noch eine sehr kleine und bisweilen nervöse Blase, weswegen sie auch sehr oft nach draußen müssen.

In den ersten 3 Monaten sollte man mit einem Hundewelpen daher ca. alle 1-2 Stunden Gassi gehen und vom 3. bis zum 6. Monat alle 3-4 Stunden.

Besonders wichtig: Du als Hundehalter bist sehr gefordert, du solltest erkennen, in welchen Situationen dein Welpe muss. Du musst also sehr aufmerksam sein und beim kleinsten Anzeichen sofort mit ihm nach draußen gehen.

Du solltest daher die typischen Situationen kennen, wann ein Welpe meist Pipi machen muss. Außerdem solltest du auf die Warnzeichen achten, die dein Welpe dir geben wird:

Wann man unbedingt mit dem Welpen raus gehen sollte

  • nach dem Fressen
  • nach dem Trinken
  • nach dem Aufwachen
  • nach dem Spielen
  • vor dem Schlafen, damit der Welpe nachts (hoffentlich) nicht muss
  • bei Warnzeichen: Der Welpe ist unruhig und nervös, schnuppert in der Wohnung herum, geht an eine Stelle im Haus, an die er schon mal gemacht hat
  • wenn der Welpe zur Haustür geht damit zeigt, das er raus will

Besonders wichtig: Eine Bestätigung, wenn der Hund sein Geschäft draußen macht

Hunde-Welpe Stubenreinheit

Wenn es draußen mit dem Geschäft einmal nicht klappt – Spielen und Toben wirkt lösend!

Wenn dein Welpe sein Geschäft draußen verrichtet, dann muss ihm gezeigt werden, dass das etwas positives ist. Das ist eine Art Konditionierung mit einem positiven Verstärker.

Wenn das Geschäft draußen gelingt solltest du deinen Welpen sofort belohnen: Schmusen, lobende Worte und ab und zu auch mal ein Leckerli sind dafür perfekt.

Übrigens: Du solltest das Geschäft deines Welpen nicht jedes mal mit einem Leckerli belohnen! Es könnte dann passieren, dass dein Hündchen schon während des Geschäfts sehr nervös wegen des Leckerlis ist und deswegen „nicht alles raus lässt“ – ein späterer Unfall Daheim ist dann fast vorprogrammiert.

Wenn es draußen mal nicht gleich klappen sollte mit dem Lösen, liegt das meist daran, dass dein Welpe nervös oder aufgeregt ist. Das ist auch sehr verständlich: Draußen ist alles neu und groß und aufregend, wer soll sich denn da auf Darm- und Blasenentleerung konzentrieren können?

In so einem Fall lenkt ein wenig Spielen und Toben wunderbar ab, außerdem regt es die Darmtätigkeit an und drückt auf die kleine Blase.

Und bei einem Missgeschick?

Wenn mal was im Haus daneben geht:

Bei einem Missgeschick nicht bestrafen – und bloß nicht mit der Nase reindrücken

Das solltest du dir echt zu Herzen nehmen – denn schließlich lernt dich dein Baby-Hund gerade erst kennen und gerade die ersten Wochen prägen euer Verhältnis zueinander. Schimpfen und das traumatische Erlebnis, die Nase in die Exkremente gedrückt zu bekommen sorgen dafür, dass dein Hund Angst vor dir bekommt und sind ein schlechter Start für eure Beziehung.

Natürlich ist es ärgerlich, wenn du zum fünften mal eine Pfütze im Haus wegwischen oder einen Haufen entfernen musst – aber im Grunde bist du dann selber schuld!

Deinem Welpen unterlaufen solche Missgeschicke nur, wenn du die Anzeichen, dass er muss nicht rechtzeitig erkannt hast. Du musst also noch aufmerksamer werden und lieber einmal öfter mit ihm raus gehen. Ich weiß, dass das über Wochen hinweg anstrengend ist, aber nur so geht es!

Außerdem: Ein Welpe verrichtet seine Notdurft nicht aus Bosheit im Haus (nicht so wie Katzen…), du kannst ihm also schlecht böse sein!

Wichtig: Hundeurin und Kot sorgfältig wegputzen

Es ist besonders wichtig, vor allem Hundeurinflecken im Haus sorgfältig zu entfernen. Mit normalen Haushaltsreinigern bekommt man den Geruch nicht komplett entfernt, er wird nur kurzzeitig überdeckt. Das Problem daran: Dein Welpe wird diese Stelle immer wieder benutzten, wenn er noch Reste seines Urins dort erschnüffeln kann – und Hunde haben sehr viel bessere Nasen als Menschen!

Essigreiniger und andere Ammoniakhaltige Reiniger regen durch ihren Geruch zusätzlich zum Urinieren an.

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Du solltest Hundeurin daher mit einem speziellen Hundeurin Geruchsentferner behandeln. Meine Empfehlung ist BactoDes Animal. Das ist ein Reiniger mit speziellen Bakterien, die die Stoffe im Urin abbauen, die für den Geruch verantwortlich sind. Nur so kann dein Hund den Uringeruch nicht mehr wahrnehmen und benutzt die selbe Stelle nicht nochmal.

„Auf frischer Tat ertappt“

Erwischst du deinen Welpen dabei, wie er sich gerade hin hockt um in der Wohnung Pipi oder auch mehr zu machen, solltest du ihn sofort hochnehmen und raustragen.

Das sollte zwar zügig aber nicht hektisch passieren. Das Raustragen sollte angenehm für deinen Hund sein – ansonsten sieht er es als negativ an und könnte in Zukunft Angst haben, in deiner Gegenwart sein Geschäft zu machen.

Wenn dein Hundi dann draußen noch ein paar Tropfen Pipi rausdrückt, solltest du ihn dafür kräftig loben, auch wenn deine Klamotten jetzt wahrscheinlich vollgesaut sind…

Hat dein Hund sein Geschäft schon komplett in der Wohnung verrichtet, solltest du trotzdem mit ihm rausgehen, einfach damit er die Verbindung zwischen Draußen und Notdurft verrichten herstellt.

Nachts

Nachts solltest du deinen Welpen möglichst nahe bei dir einquartieren. So kannst du ihn hören und wachst auf, wenn er sich bemerkbar macht und raus muss. Außerdem gibt die Nähe ihm Sicherheit und stärkt eure Bindung.

Für die Anfangszeit eignet sich ein großer Karton perfekt als Nachtlager, so kann dein Hündchen nicht nachts durchs Haus laufen und sich einen Platz für seine Notdurft suchen. In den Karton hinein kannst du das eigentliche Hundekörbchen stellen, damit es dein Schatz gemütlich hat. Alternativ kannst du dir auch einen Welpenzaun zulegen.

Außerdem pinkeln Hunde in der Regel nicht dort wo sie schlafen – das stellt sicher, dass sich dein Welpe bemerkbar macht, wenn er muss. Meist melden sich Hunde dann mit einem Winseln, von dem du sicher aufwachst.

Wichtig ist es, dass du auch nachts so schnell wie möglich raus kommst, wenn dein kleiner Hund sich meldet. Am besten ist es also, wenn du Schuhe, Jacke, Morgenrock, Leine und andere Sachen, die du zum Gassi gehen brauchst griffbereit vorbereitest.

Wenn Du einen sehr festen Schlaf hast und nicht wach wirst, wenn dein tierischer Freund sich meldet, solltest du dir zwei mal pro Nacht einen Wecker stellen und prophylaktisch mit ihm Gassi gehen.

Fazit

Einen Welpen stubenrein zu bekommen ist vor allem in den ersten Wochen extrem zeitaufwendig – das sollte vor der Anschaffung bedacht und geplant werden. Für berufstätige Singles, die einfach nicht die Zeit für diese Erziehung haben eignet sich ein älterer, bereits stubenreiner Hund (zum Beispiel aus dem Tierheim!) vielleicht besser…

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