Fehler beim Hund Streicheln: So kuschelst du richtig mit deinem Vierbeiner

Wenn du deinen Hund streichelst, dann willst du ihm deine Liebe und Zuneigung ausdrücken. Aber dass kommt leider bei deinem Hund nicht immer so an. Er will nämlich nicht in jeder Situation mit dir schmusen und deutet vielleicht deine Signale falsch. Lerne, wann und wie du deinen Hund streicheln kannst, damit er die Streicheleinheiten richtig genießen kann.

Den Hund streicheln: Die richtige Situation ist wichtig

Hunde wollen nicht rund um die Uhr mit ihrem Menschen kuscheln. Vor allem, wenn sie gerade mit etwas beschäftigt sind, kommt ihnen eine Streicheleinheit einfach zum falschen Zeitpunkt:

Wenn dein Hund gerade spielt, mit einem Artgenossen Kontakt aufnimmt, sich in ungewohnter Umgebung orientiert oder schnüffelt solltest du ihn nicht streicheln. Er ist jetzt mit ganz anderen Dingen beschäftigt und hat keine lust zu schmusen.

Wenn dein Hund in einer Situation sehr ängstlich ist, kann ein Streicheln von ihm als Bestätigung gesehen werden. Er glaubt dann, dass er zurecht Angst hat.

Auch abends, nach einem anstrengenden Tag, haben Hunde oft keine Lust auf Streicheleinheiten. Sie wollen dann lieber ihre Ruhe haben und sich erholen.

Ein Streicheln als Belohnung wird von Hunden oft nicht sehr geschätzt. Beim Spielen oder Hundetraining zum Beispiel eignet sich ein Leckerli viel besser!

Auf die Signale des Hundes achten

Dein Hund zeigt dir von sich aus, wenn er gestreichelt werden möchte. Wenn er auf dich zukommt, kannst du ihn streicheln. Am besten machst du das seitlich am Hals oder hinter den Ohren, diese Stellen mögen alle Hunde. Die genauen Vorlieben beim Schmusen zeigt dir dein Hundselbst. Seine Lieblingsstellen kannst du per Ausschlussverfahren kennen lernen: Wenn er das Schmusen abbricht, war es die falsche Stelle…

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Ist er gerade nicht in Schmuselaune, wird sich dein Hund von dir abwenden oder den Kopf wegdrehen. Ein Hund, der ungewollt “beschmust” wird, wird außerdem sogenannte Beschwichtigungssignale an den Tag legen: Durch Gähnen, das Schließen der Augen, Vermeidung von Blickkontakt oder auch Schmatzen und um den Mund Schlecken zeigen Hunde, dass sie sich unwohl fühlen und gestresst sind. Durch die genannten Tätigkeiten wollen sie sich selbst beruhigen. Auch das Anlegen der Ohren oder das weite Aufreissen der Augen sind ein Zeichen für Stress und Angst.

Wenn dein Hund dir diese Signale sendet, solltest du von Streicheln und Schmusen absehen. Lass deinem Hund jederzeit die Möglichkeit, dass Streicheln abzubrechen und sich zurückzuziehen. Sei nicht traurig, er wird bestimmt bald wieder Lust zum Kuscheln haben!

Das totale Gegenteil: Wenn dein Hund sich vor dir auf den Rücken legt, will er definitiv gestreichelt werden. Du darfst ihm sogar am Bauch kraulen, ein toller Liebesbeweis deines Hundes. Er vertraut dir voll und ganz!

Hunde bitte nicht umarmen

Was unter Menschen eine starke Geste der Zuneigung ist, kommt bei Hunden leider gar nicht gut an. Hunden sind Umarmungen gar nicht angenehm. Sie verstehen es als Festhalten, ihr natürlicher Fluchtinstinkt setzt ein. Durch die Umarmung haben sie keine Fluchtmöglichkeit, was bei ihnen Stress auslöst. Ein Hund, der von einem Menschen umarmt wird, zeigt Beschwichtigungssignale, die leider oft falsch gedeutet werden. Auf Umarmungen solltest du bei deinem Hund also lieber verzichten.

Auch ein nett gemeinter Klaps ist nicht optimal. In der Hundekommunikation kommt ein Klaps nämlich nicht vor – die Vierbeiner erkennen also die Botschaft hinter einem positiv gemeinten Klaps. Besser, du stupst deinen Hund vorsichtig an: So machen es Welpen untereinander, um sich in unbekannten Situationen gegenseitig Mut zu machen.

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Ein Hund ist kein Kuscheltier. Er zeigt dir, wenn er gestreichelt werden möchte. Außerdem solltest du auch akzeptieren, wenn er einmal keine Lust zum Kuscheln hat. Achte also auf seine Körpersprache und handle dementsprechend.

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