Dürfen Hunde Nüsse essen?

Viele Hundehalter fragen sich “Darf mein Hund Nüsse essen? – Für den Menschen sind Nüsse sehr gesund, enthalten sie doch viele Vitamine, Mineralstoffe und gesunde, ungesättigte Fettsäuren. Hunde dürfen die meisten Sorten Nüsse in kleinen Mengen fressen. Es gibt aber auch Nusssorten, die schlecht bekömmlich oder sogar giftig für Hunde sind.

Damit du weißt, welche Nüsse dein Vierbeiner ruhig mal bekommen kann, hier eine Liste für dich.

Dürfen Hunde Nüsse essen

Nüsse nur in geringen Mengen an Hunde verfüttern

Auch für Hunde sind viele Sorten Nüsse gesund, eine kleine Hand voll von Zeit zu Zeit ist für ihre Gesundheit durchaus zuträglich. Wichtig ist es, dass du deinem Hund nicht zu viele Nüsse gibst:

Alle Nüsse haben einen sehr hohen Fettanteil. Sie sind also nicht gerade für Hunde geeignet, die zu Übergewicht neigen. Dafür sind die enthaltenen Fettsäuren zumeist sehr gesund!

Außerdem enthalten Nüsse viel Phosphor. Dieser Mineralstoff ist zwar wichtig für die Knochen und die Zähne deiner Fellnase. In zu hoher Menge kann Phosphor bei Hunden aber Nierenerkrankungen begünstigen.

Wie beim Menschen auch, kann auch ein Hund allergisch auf Nüsse reagieren. Probiert dein Hund das erste mal eine Sorte Nüsse, dann solltest du ihm zunächst eine einzelne geben und beobachten, ob er irgendeine Reaktion zeigt, die für eine Nussallergie sprechen könnte. Typisch wären Atemnot, starkes Hecheln oder geschwollene Augenlider.

Wichtig: Du solltest deinem Hund nur ungesalzene, ungewürzte und nicht geröstete Nüsse geben!

Diese Nüsse darf dein Hund essen

Haselnüsse

Haselnüsse sind reich an Kalzium, Kalium und Vitaminen. Allerdings enthalten sie mit rund 60% sehr viel Fett. Ein Hund, der zu Übergewicht neigt, sollte sie also nur sehr sparsam bekommen. Haselnüsse können allergische Reaktionen auslösen.

Cashewkerne

Cashewkerne sind eigentlich keine Nüsse, sondern die Kerne der Cashew-Frucht. Sie sind Nüssen aber recht ähnlich. Auch sie enthalten sehr viel Fett und Phosphor. Daher sollten sie nur ab und zu in geringen Mengen gegeben werden. Positiv sind viele Omega-3-Fettsäuren sowie ein hoher Ballaststoffgehalt.

Paranüsse

Hunde dürfen ab und zu ein paar Paranüsse naschen. Sie enthalten zwar viele Kalorien, dafür versorgen sie deinen Vierbeiner mit Vitamin B1 und dem Spurenelement Selen. Bei Paranüssen ist der Phosphoranteil besonders hoch, gerade Hunde mit Nierenproblemen sollten deshalb nicht zu viel davon naschen.

Pekanüsse

Die mit den Walnüssen verwandten Nüsse unterstützen mit B-Vitaminen, Zink und Selen vor allem das Immunsystem deines Hundes. Du kannst ihm also ab und an ein paar dieser Nüsse füttern.

Walnüsse

Dank ungesättigter und essenzieller Fettsäuren, sowie Vitamin C, E, Zink und Eisen sind Walnüsse für Hunde gesund. Aber Achtung: Füttere deinem Hund nur reife und geschälte Walnüsse!

Die Schale kann von einem Pilz (Penicillium crustosum) befallen sein. Dieser Pilz produziert einen Giftstoff, der Strychnin chemisch sehr ähnlich ist. Bei Hunden kann dieser Giftstoff zu Krampfanfällen, Erbrechen und Zittern führen. In größeren Mengen ist er sogar tödlich. Walnüsse sind für Hunde also nur mit Vorsicht zu genießen. Selbiges gilt für die Schwarznuss, die nordamerikanische Verwandte der Walnuss.

Die grüne Schale unreifer Walnüsse enthält zudem Gerbstoffe, die zu Magen-Darm-Problemen führen. Du solltest also auch aufpassen, dass dein Hund sich keine Walnüsse unter einem Baum aufsammelt, weder reife noch unreife.

Bei diesen Nüssen ist Vorsicht geboten

Erdnüsse

Erdnüsse sind für Hunde an sich sehr gesund. Sie enthalten sehr viel Magnesium und Proteine. Allerdings sind sie auch sehr reich an Histamin, Erdnuss-Allergien sind daher auch bei Hunden häufiger als Allergien gegen andere Nusssorten. Außerdem gibt es den Verdacht, dass Erdnüsse bei manchen Hunden epileptische Anfälle auslösen.

Mandeln

Bei Mandeln handelt es sich eigentlich nicht um Nüsse, sondern um Steinfrüchte. Sie sind reich an Vitaminen (B, E) und Mineralstoffen (Calcium, Magnesium, Kalium) sowie Folsäure. Hunde vertragen Mandeln in kleineren Mengen gut. Allerdings können sich unter den für Hunde essbaren Süßmandeln auch Bittermandeln verstecken.

Bittermandeln enthalten Amygdalin, durch den bei der Verdauung Blausäure gebildet wird. Bittermandeln führen bei Hunden zu Vergiftungserscheinungen.

Tipp: Knabber eine kleine Ecke von jeder Mandel ab, die du deinem Hund gibst. Du wirst den Unterschied zwischen Süßmandeln und Bittermandeln sofort erkennen.

Macadamia-Nüsse sind giftig für Hunde!

Warum genau Macadamianüsse für Hunde giftig sind, konnte bislang nicht geklärt werden. Fakt ist, dass diese Nüsse bei Hunden schwere Vergiftungserscheinungen auslösen, und zwar schon in geringsten Mengen:

  • Schwäche / Abgeschlagenheit
  • Fieber
  • Erbrechen
  • Lähmungserscheinungen
  • Muskelzittern / Krämpfe

Die Symptome treten meist erst mehrere Stunden nach dem Verzehr der Nüsse auf. Sollte dein Hund sich Macadamia-Nüsse geklaut und gefressen haben, musst du möglichst schnell einen Tierarzt aufsuchen!

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