Iiiihh, der Hund stinkt! – Mögliche Ursachen und Abhilfe

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Wenn dein Hund stinkt, dann meist weil er nass geworden ist. Das ist typisch und ganz normal.

Wenn dein geliebter Vierbeiner aber plötzlich an Fell, Hinterteil oder Kopf stark zu stinken beginnt, kann auch einer Erkrankung der Grund dafür sein.

Aber auch gegen den “normalen” Hundegeruch gibt es Mittel. Welche das sind, erfährst du in diesem Artikel.

Dass der Hund nun mal “nach Hund” riecht, das merken Hundehalter selbst meist gar nicht. Sie haben sich an den Geruch gewöhnt.

Aber Gäste, die selbst noch nicht auf den Hund gekommen sind, bemerken das Hundearoma sofort.

Wenn dich der Hundegeruch selbst stöhrt, kannst du Verschiedene Maßnahmen ergreifen. Zunächst einmal musst du aber den Grund für das Müffeln herausfinden:

Warum stinkt mein Hund?

  • Sein Fell ist nass geworden
  • Er hat sich in Dreck, Schlamm oder Exkrementen vergnügt
  • Er leidet unter einer Hautkrankheit
  • Dein Hund hat Blähungen
  • Er hat sich erschreckt
  • Er hat Zahnprobleme
  • Seine Ohren sind verschmutzt oder von Milben befallen

Das Fell des Hundes stinkt – Ein nasser Hund riecht immer unangenehm


Ein Bad im Fluss, Regen oder Toben im nassen Gras oder Schlamm – wird ein Hundefell nass, riecht es unangenehm muffig.

Das ist aber zum Glück nur solange der Fall, bis das Fell wieder abgetrocknet ist.

Der Grund für den typischen Geruch eines nassen Hundes ist die Talgschicht auf seiner Haut. Dies ist ein dünner Schutzfilm auf seiner Haut, der von den Talgdrüsen in den oberen Hautschichten produziert wird. Der Talg enthält Geruchspartikel, die durch Wasser gelöst und somit verstärkt freigesetzt werden.

Was du tun kannst:

Reibe deinen Hund einfach mit einem Handtuch ab um die Trocknung zu beschleunigen.

Ist sein Fell nicht nur nass sondern auch schmutzig, kannst ihn vor dem Abtrocknen mit klarem Wasser abduschen. Wenn er trocken ist, solltest du ihn außerdem bürsten.

Generell ist eine tägliche Fellpflege mit Bürsten oder Kämmen, je nach Fellbeschaffenheit, eine gute Methode um den Hundegeruch zu verringern. Dabei werden Schmutz, lose Haare und Bakterien entfernt. Das ist gut für die Fellgesundheit des Hundes – und ein Hund stinkt weniger, wenn er ein gesundes Fell hat.

Das Füttern von frischer Petersilie wirkt sich positiv auf den Geruch des Hundes aus.

Hund stinkt nach nassem Hund

Einen nassen Hund solltest du einfach gut abtrocknen – bei Bedarf vorher nur mit klarem Wasser abduschen

Tipps gegen Hundegeruch in der Wohnung

Wenn deine Wohnung nach Hund stinkt, solltest du vor allem zweierlei beachten:

Den Schlafplatz deines Hundes solltest du regelmäßig waschen. Er ist eine Quelle für Hundemief. Aber nicht nur das, es ist auch einfach hygienischer für deinen Vierbeiner.

Natürlich solltest du auch so oft wie möglich herumliegende Hundehaare aufsaugen, denn auch sie verteilen Geruch überall in der Wohnung. Am besten geht das mit einem speziellen Staubsauger für Hundehaare. Aber du kannst auch deinen normalen Staubsauger mit einem Turbobürsten-Aufsatz nachrüsten.

Den Hund nicht zu oft baden

Zu häufiges Duschen oder Baden mit Shampoo ist kontraprotuktiv was die Geruchsentwicklung angeht.

Das Shampoo greift die oben genannte Talgschicht an, die dem Hund als Schutz vor Hitze, Austrocknung und Bakterien dient.

So können nicht nur Hautkrankheiten die Folge sein, auch die Talgproduktion der Drüsen wird angeregt, was den Geruch nur verstärkt. Auch Bakterien können den Geruch des Hundes durch ihre Stoffwechselprodukte verschlechtern.

Du solltest deinen Hund also nicht nach jedem Spaziergang im Regen shampoonieren. Wenn es wirklich einmal nötig ist solltest du spezielles Hundeshampoo verwenden, dss für den Felltyp deines Hundes abgestimmt ist.

Wenn der Hund plötzlich extrem stinkt – Krankheiten können der Auslöser sein

Wie bereits erwähnt kann sich unzureichende Fellpflege negativ auf den Geruch des Hundes auswirken. Im schlimmsten Fall kommt es zu einer bakteriellen Hautentzündung. Stinkt das Fell also auf einmal dauerhaft besonders stark, sollte sich dein Tierarzt die Haut einmal ansehen.

Mundgeruch beim Hund

Mundgeruch Hund

Mangelnde Zahnhygiene kann gerade bei älteren Hunden übel riechen

Unangenehm stinkender Atem beim Hund ist ein Zeichen für mangelhafte Zahnhygiene. Gerade bei alten Hunden tritt Mundgeruch auf. Abhilfe schafft regelmäßiges Zähneputzen entweder mit Wasser oder mit spezieller Hundezahnpasta.

Auch eine mindestens jährliche Kontrolle der Zähne durch den Tierarzt ist sinnvoll.

Wenn die Ohren des Hundes riechen

Übler Geruch an den Hundeohren deutet auf eine fortgeschrittene Entzündung oder Pilzbefall hin. Quelle des fauligen Gestanks ist zähflüssiges, gelbliches oder bräunliches Ohrenschmalz, das bei einer Ohrenentzündung von Hunden vermehrt abgesondert wird.

Weitere Symptome für eine Ohrenentzündung beim Hund:

  • Häufiges Kratzen an den Ohren
  • Eventuell sichtbare Rötungen im Gehöhrgang
  • Die Ohren sind wärmer als sonst
  • Der Hund hält den Kopf oft schief oder schüttelt ihn

Auch ein Befall von Ohrmilben kann einen unangenehmen Geruch an den Ohren auslösen. Ein Befall von diesen Parasiten kannst du ebenfalls an häufigem Ohrenkratzen erkennen. Außerdem bröselt trockenes Ohrenschmalz aus den Ohren, das ähnlich wie Kaffeemehl aussieht.

Bei Verdacht auf eine Ohrenentzündung oder Ohrmilben solltest du deinen Tierarzt konsultieren.

Zur Vorbeugung solltest du die Ohren deines Hundes regelmäßig kontrollieren und bei Bedarf säubern. Zur Reinigung gibt es verschiedenste Produkte. Wichtig ist, dass das verwendete Mittel frei von Konservierungsstoffen oder Parfüm ist. Ich verwende bei meinem Mund diesen Ohrenreiniger von OmegaPet und bin damit sehr zufrieden.

Dein Hund stinkt am Hinterteil? Blähungen oder die Analdrüsen sind der Grund

Vom Hundepo kann ebenfalls ein unangenehmer Geruch ausgehen. Wie auch wir Menschen können Hund unter Blähungen leiden. Meist ist das der Fall, wenn sie minderwertiges Futter zu fressen bekommen. Eine Futterumstellung kann hier schnell Abhilfe schaffen.

Seltener sind Futtermittelunverträglichkeiten der Auslöser für Blähungen beim Hund.

Ein noch stärkerer Gestank kann vom Hinterteil deines Hundes ausgehen, wenn er sich erschrickt. Dann sondern Hunde nämlich Duftstoffe ab, die in den Analdrüsen gebildet werden. Sie werden normalerweise dem Kot beigemischt und dienen zu Kommunikation unter Artgenossen.

Dein Hund stinkt dauerhaft extrem am Po? Dann können die Analdrüsen auch entzündet sein. In diesem Fall wird dein Hund mit seinem Hintern über den Boden rutschen, um den Juckreiz loszuwerden. Bei entzündeten Analdrüsen muss dein Hund sofort zum Tierarzt.

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