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Allergiker-Hunde ➤ Hunderassen, die trotz Allergie gegen Hundehaare gehalten werden können

Allergiker-Hunde: Geeignet für Menschen mit Hundeallergie

Hunde für Allergiker

Juckende Augen, Schnupfen und Niesen – der Traum vom eigenen Hund scheint für viele Allergiker unmöglich zu sein. Es gibt jedoch einige Hunderassen, die auch für Menschen mit einer Hundehaarallergie infrage kommen. In diesem Artikel stellen wir dir acht Hunde für Allergiker vor und zeigen dir, was du bei einer Tierhaarallergie beachten solltest.

Inhaltsverzeichnis

So entwickelt sich eine Hundeallergie

Wie viele andere Allergien ist auch die Hundehaarallergie eine überempfindliche Reaktion des Immunsystems auf die Körperflüssigkeiten, die ein Hund absondert. Dazu gehören beispielsweise Speichel, Urin und auch verschiedene Drüsenflüssigkeiten. Diese Sekrete enthalten bestimmte Eiweiße, welche über Haut und Haare der Hunde in Kontakt mit dem Menschen kommen und eine allergische Reaktion hervorrufen können.

Beim ersten Kontakt mit einem Hund tritt in der Regel noch keine Immunreaktion ein. Das körpereigene Immunsystem lernt hier zunächst das Allergen kennen und stuft es anschließend als körperfremden, potenziell gefährlichen Stoff ein. In der Folge produziert der Körper spezielle Antikörper, die bei erneutem Kontakt mit einem Hund aktiviert werden und die allergische Reaktion auslösen.

Übrigens: Eine allergische Reaktion kann auch später im Leben auftreten, obwohl der Kontakt mit Hunden bisher gut vertragen wurde. Häufig sind beispielsweise Frauen in der Schwangerschaft von einer plötzlich auftretenden Hundehaarallergie betroffen.

Anzeichen und Symptome einer Hundeallergie

Tritt eine allergische Reaktion ein, wird der Körper in Alarmbereitschaft versetzt. Bei Kontakt mit den Allergenen findet ein biochemischer Mechanismus statt, der die Histamin sezernierenden Zellen stimuliert und die Blutgefäße erweitert. Dabei können je nach Stärke der Allergie verschiedene Symptome auftreten:

Die Immunreaktion wird dabei nicht nur durch direkten Kontakt mit dem Tier ausgelöst – die Allergene können beispielsweise auch durch umherfliegende Tierhaare verteilt werden und so eine allergische Reaktion verursachen.

Anti-Allergie-Hunde: Charakteristika

Eine hypoallergene Hunderasse ist per Definition eine solche Rasse, die nur wenige Allergene absondert. Grundsätzlich gilt jedoch: Alle Hunde tragen Allergene in sich, welche die Reaktion des Immunsystems auslösen können. Untersuchungen haben aber gezeigt, dass die Menge an Allergenen je nach Hunderasse stark variiert. Sogar innerhalb einer Hunderasse können Unterschiede in der Allergenmenge bestehen.

Wer sich also trotz Tierhaarallergie einen Hund zulegen möchte, sollte auf eine Rasse setzen, die für Allergiker geeignet ist. Zudem sollte bei der Auswahl ausreichend Geduld mitgebracht werden, sodass vor dem Kauf möglichst viel Zeit mit dem Hund verbracht und die Reaktion des Immunsystems auf den jeweiligen Hund beobachtet werden kann.

Hunde ohne Haarausfall und Fellwechsel

Grundsätzlich gilt: Auch Hunderassen, die wenig haaren und keinem saisonalen Fellwechsel unterliegen, können bei Betroffenen Allergien auslösen. Dass wenig haarende Hunde in jedem Fall als Allergiker-Hunde geeignet sind, ist also ein Trugschluss.

Dennoch besteht ein Zusammenhang zwischen dem Fell der Vierbeiner und der Hundeallergie: Hunderassen, die vom saisonalen Fellwechsel betroffen sind, haaren deutlich stärker und geben damit auch verstärkt Sekrete mit Allergenen an ihr Umfeld ab. Die Haare des Hundes bleiben an Polstermöbeln, Teppichen und auch im Auto kleben und verursachen so bei Betroffenen stärkere Reaktionen als Hunderassen, die wenig haaren.

8 Hunderassen für Allergiker

Trotz einer Hundeallergie ist es möglich, einen Hund zu halten, ohne sich ständig mit Allergiesymptomen herumschlagen zu müssen. Es gibt einige Züchtungen, die bei Allergikern keine oder nur milde Symptome hervorrufen und deshalb besonders geeignet sind. Zu den Hunden für Allergiker gehören unter anderem die folgenden Rassen:

Labradoodle

Der Labradoodle ist eine Kreuzung der beiden Rassen Labrador und Pudel. Er gilt damit als sogenannter Hybridhund und soll verschiedene Eigenschaften der beiden Rassen vereinen: Neben der Eignung als Familienhund ist der Labradoodle auch für Allergiker die richtige Wahl, da er kaum haart und ein pflegeleichtes Fell besitzt.

Pudel

Der wahrscheinlich bekannteste Hund für Allergiker ist der Pudel. Er verliert nur sehr selten Haare und auch der regelmäßige Fellwechsel bleibt bei dieser Rasse aus, sodass Hundebesitzer nur einer kleinen Menge an Allergenen ausgesetzt werden.

Pudel besitzen lockiges, anspruchsvolles Fell, das einem hohen Maß an Pflege bedarf. Außerdem ist der Pudel ein freundlicher, intelligenter und lernwilliger Hund, der auch im Hundesport gut performt. Als Familienhund ist der Pudel besonders gut geeignet, da er sich gegenüber Kindern liebevoll verhält und auch viel Spaß am gemeinsamen Spielen hat.

Havaneser

Der Havaneser gehört zu den sogenannten Bichon frisé und ist besonders als Familienhund beliebt. Die kleinen Hunde besitzen einen gutmütigen Charakter und sind auch für kleine Kinder die idealen Spielgefährten.

Da der Havaneser kein Unterfell besitzt, haart er wenig und vollzieht auch keinen Fellwechsel. Die Besitzer eines solchen Hundes sollten dennoch einigen Aufwand in die Fellpflege investieren, da das lange Fell regelmäßig gebürstet und gekürzt werden sollte.

Malteser

Auch der Malteser besitzt keine Unterwolle und kommt nicht in den Fellwechsel. Er ist somit der perfekte Hund für Allergiker, die auf der Suche nach einem freundlichen, ruhigen und verschmusten Vierbeiner sind. Aufgrund seines sanften Charakters ist der Malteser auch als Familien- oder Begleithund ideal geeignet.

Die kleinen Hunde machen ihre geringe Größe mit ihrer positiven und lebhaften Art wieder wett und gelten zudem auch als besonders klug und lernfähig.

Portugiesischer Wasserhund

Allergikerfreundliche Hunderasse: Der portugiesische Wasserhund

Das spezielle lockige Fell des Portugiesischen Wasserhundes fungiert als eine Art Auffangnetz für lose Haare, weshalb die Hunde nur minimal Haare in der Umgebung verlieren. Aufgrund dieser Beschaffenheit des Fells werden die umgänglichen und verschmusten Vierbeiner besonders gern von Allergikern gehalten. Man sollte jedoch darauf Acht geben, dem Portugiesischen Wasserhund stets genug Auslauf und Beschäftigung zu bieten.

Yorkshire Terrier

Der Yorkshire Terrier ist ebenfalls nicht vom Fellwechsel betroffen und damit für Allergiker eine passende Wahl. Nur in seltenen Fällen kommt es bei dieser flauschigen, kleinen Hunderasse zu einem Haarausfall, der sogar manchmal Anzeichen für eine mögliche Erkrankung des Hundes sein kann.

Der Yorkshire Terrier gilt als intelligenter, selbstbewusster Hund, der ein hohes Maß an Eigenständigkeit aufweist. Mit der richtigen Auslastung stellen die Vierbeiner treue Begleiter dar, die überaus lernwillig und neugierig die Welt erkunden.

Afghanischer Windhund

Der Afghanische Windhund besitzt zwar ein langes, üppiges Fell, neigt jedoch dennoch nicht zu Haarausfall. Die Hunderasse eignet sich deshalb gut für allergische Hundehalter. Um Verfilzungen des Felles vorzubeugen, sollte der Afghanische Windhund täglich gekämmt und gepflegt werden.

Die Hunderasse weist einen eher zurückhaltenden Charakter auf, dennoch sind die Hunde sehr menschenbezogen und feinfühlig. Mit dem langen, seidigen Fell und dem schlanken Körper bieten Afghanische Windhunde zudem einen besonders graziösen Anblick.

Lagotto Romagnolo

Der Lagotto Romagnolo eignet sich aufgrund seiner wolligen, enggerollten Locken mit feiner Unterwolle ideal als Allergiker-Hund. Das Fell ähnelt dem des Pudels und haart nur minimal.

Die Hunderasse gilt als besonders aktiv, scharfsinnig und loyal. Auch für Familien ist der Lagotto Romagnolo aufgrund seines liebenswürdigen Charakters geeignet.

Die passende Hunderasse auswählen

Um den passenden Hund auszuwählen, empfiehlt sich vor dem Kauf die Durchführung einer Allergenuntersuchung mithilfe eines Scratchtests. So wird festgestellt, welches Allergen der jeweilige Hund in sich trägt. Anschließend kann beim Facharzt ein entsprechender Allergietest durchgeführt werden, der die Reaktion auf verschiedene Allergene zeigt.

Mithilfe der Tests kann ein Hund ausgewählt werden, der für den Allergiker harmlose Allergene in sich trägt, sodass eine allergische Reaktion verhindert werden kann.

Kann man sich den Traum vom eigenen Hund trotz Allergie erfüllen?

Nur mit viel Hygiene und häufigem Lüften werden auch Allergiker mit einem Hund glücklich

Entgegen der allgemeinen Annahme ist es auch für Allergiker möglich, eine vierbeinige Fellnase zu halten. Das stellt für das Immunsystem des Hundebesitzers zwar nicht den Idealfall dar, dennoch ist das Zusammenleben mit einigen Vorkehrungen möglich. Einigen Betroffenen gelingt es auch mit der Zeit, durch ein wenig Übung komplett symptomfrei zu werden.

Doch Achtung: Die Allergie einfach zu ignorieren, ist keine sinnvolle Lösung. Im schlimmsten Fall kann dadurch allergisches Asthma, das sogenannte Asthma bronchiale, entstehen. Diese Krankheit ist nicht heilbar, sondern lediglich symptomatisch zu behandeln und sollte deshalb möglichst vermieden werden.

Möchte man sich als Allergiker einen Hund zu halten, sollten einige Aspekte für das Zusammenleben beachtet werden:

Hyposensibilisierung

Reichen die Vorkehrungen beim Zusammenleben nicht aus, um mit der Hundeallergie zurechtzukommen, kann auch eine Hyposensibilisierung infrage kommen. Diese Form der Immuntherapie wird über Tropfen oder Spritzen verabreicht und kann den Körper langsam an bestimmte Allergene gewöhnen, sodass schlussendlich eine vollständige Immunisierung besteht.

In vielen Fällen schlägt die Therapie gut an und die Allergiker weisen keine oder nur wenige Symptome beim Kontakt mit dem Hund auf. Besonders Personen mit einer starken Allergie gegen Hunde sollten eine solche Immuntherapie deshalb in Erwägung ziehen. Leider stellt sich bei der Hyposensibilisierung nicht bei allen Betroffenen ein Erfolg ein.

FAQ: Häufige Fragen

Einige Hunderassen sind aufgrund ihrer speziellen Felleigenschaften gut für das Zusammenleben mit Allergikern geeignet. Vor allem Vierbeiner, die wenig haaren und keinem saisonalen Fellwechsel ausgesetzt sind, sind häufig eine ideale Wahl. Typische Allergiker-Hunderassen sind beispielsweise:

  • Pudel

  • Labradoodle

  • Havaneser

  • Malteser

  • Yorkshire Terrier

  • Portugiesischer Wasserhund

  • Afghanischer Windhund

  • Lagotto Romagnolo

Wählt man die passende Hunderasse aus, ist es auch für Allergiker möglich, einen Hund zu halten. Hunderassen für Allergiker bringen dabei den Vorteil mit sich, besonders wenig zu haaren und keinem saisonalen Fellwechsel ausgesetzt zu sein. Dabei sollten jedoch gewisse Vorkehrungen getroffen werden, wie beispielsweise das regelmäßige und gründliche Reinigen von Polstermöbeln und Teppichen sowie das Händewaschen nach dem Streicheln des Hundes.

Allergikerfreundliche Hunderassen verlieren in der Regel deutlich weniger Haare und verteilen somit weniger Allergene in der Umwelt. Gut geeignet für Allergiker sind beispielsweise Rassen wie der Pudel, der Havaneser, der Malteser oder der Yorkshire Terrier.

Eine Allergie gegen Hunde lässt sich zwar nicht heilen, es gibt jedoch einige Mittel und Wege zur Milderung der Beschwerden. Neben speziellen Hunderassen, die für Allergiker geeignet sind, kommen auch Therapiemöglichkeiten wie eine Hypersensibilisierung infrage.

Fazit: Hypoallergene Hunde für Allergiker

Einen vierbeinigen Freund trotz Hundeallergie? Das ist in vielen Fällen möglich! Die Auswahl an Hunderassen, die aufgrund ihrer Felleigenschaften für Allergiker gut geeignet sind, ist mittlerweile groß. Mit einem speziellen Allergietest kannst du zudem im Vorhinein herausfinden, auf welche Allergene du reagierst und deinen Hund beim Kauf entsprechend auswählen.

Dennoch sollten sich Hundehalter bewusst sein, dass keine Hunderasse zu hundert Prozent hypoallergen ist. Es ist deshalb entscheidend, sich im Vorfeld über die Pflege und Haltung des Hundes zu informieren und im Alltag ausreichend Hygienemaßnahmen einzuhalten.

Bildquellen: 

  • Beitragsbild (ganz oben): Motortion Films / Shutterstock.com
  • 2. von oben: The Dog Photographer / Shutterstock.com
  • 3. von oben: Scott F Smith / Shutterstock.com
  • 4. von oben: sipcrew / Shutterstock.com
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