Warme und trockene Nase beim Hund – ist er krank?

“Wenn die Hundenase feucht und kalt ist, dann ist der Hund gesund!” – Diesen Ausspruch hast du bestimmt schon einmal gehört. Aber heißt das im Umkehrschluss, dass der Hund krank ist, wenn die Hundenase mal warm und trocken ist? Hier erfährst du, wann eine warme Hundenase nicht weiter schlimm ist, und wann sie auf eine Erkrankung des Vierbeiners hinweist.

Hund warme trockene Nase

Wenn du feststellst, das die Nase deines Hundes mal warm und trocken ist, dann muss er nicht gleich krank sein. Denn es gibt gleich mehrere mögliche unproblematische Gründe dafür. Trotzdem solltest du ein Auge auf ihn haben, denn wenn weitere Symptome auftreten, solltest du lieber deinen Tierarzt aufsuchen.

Trockene und warme Nase bei gesunden Hunden – Mögliche Gründe

Ist die Hundenase warm oder trocken, dann sind meist äußere Einflüsse dafür verantwortlich. Zumindest ist das der Fall, wenn dieser Umstand nur vorübergehend, also nur ein paar Stunden, eintritt. Mögliche Gründe dafür sind:

  • Trockene Luft – Meist im Winter. Durch die Heizung wird die Luft trocken. Die Nase deines Hundes reagiert darauf.
  • Flüssigkeitsmangel – Achte darauf, dass dein Hund genügend trinkt. Besonders im Sommer solltest du ihm immer genügend Wasser bereitstellen und ihn auch mal ans Trinken erinnern. Für Spaziergänge und Reisen empfiehlt sich eine Trinkflasche für Hunde mit integriertem Napf.
  • Körperliche Anstrengung – Hunde schwitzen nur über die Pfotenballen und die Nase. Durch diese Regulierung der Körpertemperatur kann sich die Hundenase zum Beispiel nach intensivem Spielen warm anfühlen.
  • Sonnenbrand – Auch Hunde können einen Sonnenbrand bekommen. Und die Nase ist eine der gefährdeten Stellen. Sensitiv-Sonnencreme für Babys schafft Abhilfe.

Auch wenn dein Hund für längere Zeit am Kamin oder in der Nähe eines Heizkörpers liegt, kann das seine Nase austrocknen.

Warme Hundenase – auf weitere Krankheitssymptome achten

Wenn dir bei deinem Hund eine warme und trockne Nase aufgefallen ist, solltest du auf Symptome achten, die auf eine Erkrankung hinweisen. Zu diesen Symptomen zählen:

  • Fieber
  • Schlappheit und Müdigkeit – Dein Hund schläft mehr als sonst und hat keine Lust etwas zu machen
  • Nicht klares oder Blasen bildendes Nasensekret
  • Appetitlosigkeit
  • Anzeichen für Schmerzen

Der erste Schritt sollte das Fiebermessen sein. Hunde haben eine normalerweise eine Körpertemperatur von 37,5 bis 39 Grad Celsius. Ab 40 Grad spricht man von Fieber, dazwischen von erhöhter Temperatur. Neben einer warmen Nase sind auch warme Ohren und glasige Augen ein Anzeichen für Fieber beim Hund.

Fieber misst man beim Hund am besten im Anus, da eine Messung im Ohr, je nach Hunderasse, oft zu ungenau ist. Am besten nimmst du ein schnelles Fieberthermometer mit flexibler Spitze, speziell für Haustiere. Zu zweit geht das Fiebermessen beim Hund viel leichter: Einer beruhigt den Wuffi, der andere misst.

Auch das Nasensekret bei einer Hundenase solltest du dir anschauen. Es sollte durchsichtig und dünnflüssig sein. Ist es aber zähflüssig und verfärbt, ist ein Gang zum Tierarzt angesagt. Der Nasenausfluss kann gelb, schwarz oder grünlich sein. Auch, wenn das Nasensekret des Hundes Blasen wirft, liegt eine Erkrankung vor.

Auch, wenn dein Hund über mehr als nur ein paar Stunden eine trockene oder warme Nase hat und ansonsten keinerlei Krankheitssymptome zeigt, solltest du das mit deinem Tierarzt abklären.

Fazit

Eine warme Hundenase muss nicht unbedingt schlimm sein. Es gibt mehrere unbendenkliche Ursachen dafür. Ist die Nase deines Hundes allerdings über einen längeren Zeitraum warm oder trocken, oder wenn dein Hund weitere Anzeichen für eine Erkrankung zeigt, ist ein Gang zum Tierarzt notwendig.

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