Fellwechsel beim Hund – So unterstützt du deinen Hund mit der optimalen Fellpflege

Fellwechsel beim Hund

Hunde können eine haarige Angelegenheit sein: Zwei mal im Jahr verlieren die meisten Hunde sehr viele Haare. Der Grund dafür ist sogenannte Fellwechsel beim Hund, der bei vielen Rassen vorkommt. Hier erfährst du, wie deinen Hund beim Fellwechsel unterstützen kannst.

Inhaltsverzeichnis

Vor allem im Frühjahr, wenn das dicke Winterfell abgeworfen wird, fliegen die Haare in der ganzen Wohnung herum und man muss sich mit Hundehaaren auf der Kleidung herumärgern. Das kennst du bestimmt auch…

Aber man kann seinen Hund beim Fellwechsel unterstützen und diesen beschleunigen. Und auch gegen die nervigen Haare gibt es probate Mittel!

Folgende Fragen könnten sich dir zum Thema Fellwechsel beim Hund ergeben – Alle diese Fragen wird dir dieser Artikel beantworten:

  • Warum haben Hunde einen Fellwechsel?
  • Wann findet und wie oft findet der Fellwechsel bei Hunden statt und wie lange dauert er?
  • Haben alle Rassen einen Fellwechsel?
  • Welche Hunderassen haben einen starken Fellwechsel und welche nicht?
  • Welche Hunderassen haben überhaupt keinen Fellwechsel?
  • Wie kann ich meinen Hund beim Fellwechsel unterstützen?
  • Wie kann ich erreichen, das weniger Haare im Haus herumfliegen?
  • Was kann ich für die Fellpflege meines Hundes machen?

Hunde haben ihren Fellwechsel zweimal im Jahr

Sommerfell und Winterfell Hund

Die meisten Hunde, haben zwei mal im Jahr einen Fellwechsel.

Dieser findet im Frühling und im Herbst statt. Im Frühling verlieren Hunde ihr dickeres Winterfell, damit sie im Sommer nicht Schwitzen. Das Sommerfell ist kürzer und hat weniger Unterwolle.

Im Sommer fallen dann wieder die Haare um wiederum dem Winterfell platz zu machen. Dieses schützt im Winter vor Kälte und Nässe.

Dieser “Haarausfall” ist beim Hund also etwas ganz Natürliches und Notwendiges. Trotzdem ist es für viele Hundehalter lästig, schließlich fliegen die Hundehaare in dieser Zeit überall herum und man kommt mit Staubsaugen und Kleidung enthaaren kaum noch hinterher.

Die Prozedur dauert etwa 6-8 Wochen, je nach Rasse und Alter des Hundes.

Ausgelöst wird der Haarwechsel bei Hunden durch verschiedene Faktoren. Zum einen wäre da die Dauer des Tageslichtes und die Temperaturen. Beides sind Signale für einen nahenden Klimawechsel und lösen so den Fellwechsel aus.

Aber auch Hormone spielen eine Rolle: Viele Hündinnen Haaren zum Beispiel vor ihrer Läufigkeit. Außerdem haaren kastrierte Hunde oft das ganze Jahr über, was an einem veränderten Hormonhaushalt liegt.

Ältere Hunde verlieren mehr Haare über das gesamte Jahr, außerdem zieht sich der Fellwechsel bei ihnen über einen längeren Zeitraum hin.

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Nicht alle Hunderassen haaren gleich stark – manche haben sogar gar keinen Fellwechsel

Das Fell besteht bei den meisten Hunden aus dem Deckhaar / Deckfell (Grannenhaar) und dem Unterfell / der Unterwolle (Wollhaar).

Je mehr Unterwolle ein Hund hat, desto mehr Haare verliert er während des Fellwechsels. Da kommt es natürlich sehr auf die Hunderasse an:

Golden Retriever, Berner Sennenhund, Border Collie, Labrador oder Neufundländer sind einige Hunderassen mit Unterfell, die zweimal im Jahr ihr Fell wechseln.

Außerdem gibt es Hunderassen mit kurzhaarigem Fell und wenig Unterwolle, zum Beispiel Dalmatiner oder Boxer. Diese Rassen verlieren zwar weniger Haare, dafür frieren sie im Winter leicht und sind im Sommer vor Sonnenbrand gefährdet.

Zu guter Letzt wären da einige Rassen, die so gut wie gar keine Haare verlieren: Beim Pudel und einigen Terrier-Rassen beispielsweise sind die Haare dauerhaft in der Wachstumsphase, weswegen Sie nicht ausfallen. Dafür müssen diese Hunde regelmäßig zum Hundefriseur, da das Fell sonst viel zu lang wird. Das kann zum einen die Sicht des Hundes stören, zum anderen kann es im Sommer so viel zu heiß werden.

So kannst du deinen Hund beim Fellwechsel unterstützen

Hund bei Fellwechsel unterstützen

Während des Fellwechsels solltest du deinen Hund am besten täglich kämmen oder bürsten. Den Rest des Jahres reichen bei den meisten Rassen 1-2 mal pro Woche.

Durch das Kämmen oder Bürsten werden losen Haare des alten Fells entfernt. Dadurch kann das neue Fell deines Vierbeiners schneller nachwachsen. So lässt sich der Fellwechsel beim Hund gut unterstützen.

Außerdem findest du mit regelmäßigem Kämmen natürlich viel weniger Hundehaare in deiner Wohnung und auf deiner Kleidung wieder – denn schließlich landen sie so im Kamm und fliegen nicht überall herum.

Aber das Kämmen deines Hundes hat noch andere Vorteile:

Es verbessert die Durchblutung der Haut, was sich positiv auf das Wachstum des neuen Fells auswirkt.

Außerdem lieben die meisten Hunde es, gekämmt zu werden! Es ist ähnlich dem Streicheln und kann sich positiv auf die Beziehung zwischen Mensch und Hund auswirken.

Der Superkamm für den Fellwechsel beim Hund: Der FURminator

Mehr lose Haare entfernen mit weniger Kämmen

So lässt sich der größte Vorteil des Spezialkamms (auch deShedding Tool genannt) FURminator am besten auf den Punkt bringen.

Der FURminator hat spezielle, eng zusammenstehende Kammzinken. Durch diese besondere Beschaffenheit werden mit jedem Kammstrich unglaublich viele lose Haare aus dem Fell deines Hundes gezogen.

Vor allem zu Zeit des Fellwechsels, wenn dein Hund so richtig haart, wirst du dich wundern, was für einen Haufen Haare du nach 5 Minuten vor dir hast.

Das Kämmen mit dem FURminator bedeutet für dich eine enorme Zeitersparnis. Aber auch dein Hund hat einen Vorteil: Da du weniger Kämmen musst, ist die Gefahr von Hautirritationen geringer als bei normalen Hundebürsten.

Den FURminator gibt es in verschiedenen Ausführungen, angepasst an Größe und Fellbeschaffenheit deines Hundes.

Die richtige Ernährung für die Fellpflege deines Hundes

Hund Fellwechsel Nahrungsergänzung
Bierhefe ist eine optimale Futterergänzung fürs Hundefell

Fellpflege kann beim Hund auch von Innen heraus praktiziert werden. Mit der richtigen Ernährung lässt sich der Fellwechsel ankurbeln und man erhält ein gesundes, glänzendes Hundefell.

Wichtig ist dabei nicht nur ein hochwertiges Hundefutter, auch die richtige Nahrungsergänzung wird bei deinem Hund Wunder bewirken:

  • Eiweißreiches Futter mit niedrigem Getreideanteil – Die Haare deines Hundes bestehen aus Keratin. Um Keratin zu bilden, braucht dein Hund Eiweiß. Hochwertiges Hundefutter mit hohem Eiweißanteil unterstützt also beim Fellwechsel des Hundes. Die in Getreide enthaltene Phytinsäure beeinträchtigt die Aufnahme verschiedener Mineralstoffe und Nährstoffe negativ, was sich auch auf die Fellbeschaffenheit auswirken kann.
  • Bierhefe – enthält 16 Aminosäuren (Eiweiß-Bausteine) und Selen, welches sich positiv auf Haut und Fell deines Hundes auswirkt. Bierhefe beugt Hautkrankheiten wie Ekzemen oder Ausschlägen vor.
  • Biotin – ein B-Vitamin, das für die Bildung von Keratin (und damit von neuen Haaren) benötigt wird. Mit einer Biotin-Kur kannst du den Fellwechsel deines Hundes beschleunigen und bekommst glänzendes und gesund nachwachsendes Fell bei deinem Hund. Eine Biotin-Kur solltest du nur in Absprache mit deinem Tierarzt durchführen.
  • Ungesättigte Fettsäuren – Gib deinem Hund pro Tag einen halben bis ganzen Teelöffel Öl (je nach Größe des Hundes), welches reich an Omega-3-Fettsäuren ist. Rapsöl, Nachtkerzenöl, Hanföl, Fischöl oder Walnussöl eignen sich hervorragend. In Verbindung mit Mineralstoffen und eiweißreichem Futter bekommt dein Hund so seidiges, glänzendes Fell. Unter anderem wird durch ungesättigte Fettsäuren die Talg-Produktion gefördert. Talg schützt die Hundehaut und lässt das Fell glänzen.
  • Zink – Ein Zink-Mangel ist bei Hunden oft für Hautkrankheiten und Schuppenbildung verantwortlich.

Schüssler-Salz Nr. 11 – Silicea D12

Auch die Homöopathie bietet ein Mittel, wie du deinen Hund beim Fellwechsel unterstützen kannst. Das Mineralsalz “Schüssler-Salz Nr. 11” hilft bei struppigem, sprödem Fell und gegen Haarausfall.

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