Dein Hund bettelt am Tisch? 6 Erziehungstipps, die helfen

Hund bettelt am Tisch

Anfangs sieht das Betteln deines Hundes am Tisch vielleicht noch süß aus, doch mit der Zeit entwickelt sich dies in vielen Fällen zu einer unangenehmen und nervigen Angewohnheit. Wenn dein Vierbeiner am Tisch nicht nur bittend die Pfote hebt oder dir flehend in die Augen schaut, sondern anfängt zu fiepen, jaulen oder zu kratzen, dann ist nicht mehr an ein ruhiges und entspanntes Essen zu denken.

Inhaltsverzeichnis

Bevor du deinem Hund das Betteln wieder abgewöhnen kannst, solltest du dir bewusst machen, dass in der Regel der Tierhalter selbst das Verhalten zu verantworten hat. Zwar ist das Betteln von Welpen einerseits ein vollkommen natürliches Verhalten. Hat dein Tier jedoch andererseits im Welpenalter oder auch später Erfolg damit, dann wird es das Betteln auch weiterhin fortsetzen.

Wer an dieser Stelle einige Verhaltensregeln befolgt, kann einen Hund selbst nach vielen Jahren die „Betteilei“ am Tisch wieder abgewöhnen. Die nachfolgenden Tipps können bei der Erziehung eines bettelnden Hundes helfen.

1. Grundsätzlich keine Nahrung vom Tisch

Wenn du deinem Hund das Betteln am Tisch abgewöhnen möchtest, dann zählt zu den wichtigsten Grundregeln, dass er keine Nahrung vom Tisch erhalten sollte. Erst wenn er weiß, dass er kein Essen vom Tisch erwarten kann, wird er sein Verhalten mit der Zeit einstellen.

Diese Maßnahme kann auch vorbeugend getroffen werden. Dies bedeutet im Einzelnen, dass du deinem Hund keine Häppchen vom Tisch reichen solltest. Ebenso ist darauf zu verzichten, dass er die Reste nicht direkt nach deiner Mahlzeit erhält. Erst wenn dein Vierbeiner lernt, dass er vom Esstisch kein Futter erwarten kann, wird sich eine Besserung einstellen.

Bringst du einem Hund bereits im Welpenalter bei, dass es grundsätzlich kein Essen vom Tisch für ihn gibt, dann kannst du der aufdringlichen Bettelei vorbeugen. Dabei ist zu beachten, dass es bei kleinen Hunden vollkommen natürlich ist, wenn sie nach Futter betteln. Dadurch kann schon ein sehr junger Hund viele unterschiedliche Verhaltensweisen an den Tag legen, um etwas Futter vom Tisch erbetteln zu können. Bleibt der Erfolg jedoch von Anfang an aus, dann wird sich dein Vierbeiner erst gar nicht daran gewöhnen.

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2. Niemals nachgeben

Besonders wichtig ist es bei der Hundeerziehung, niemals nachzugeben. Sollte dein Hund nämlich nur ein einziges Mal wieder Erfolg haben, wird er auch weiterhin betteln. Dadurch wird es immer schwerer und vor allen Dingen langwieriger, deinem Vierbeiner das Betteln abzugewöhnen. Je verlässlicher du reagierst, desto eher wird sich dein Hund an die neuen Regeln gewöhnen können.

3. Ignorieren

Hund betteln - Erziehungstipps
Manche Hunde versuchen aber auch Alles… da hilft nur Ignorieren!

Um an das gewünschte Futter zu kommen, muss dein Hund deine Aufmerksamkeit erlangen. Bettelnde Hunde können dabei sehr einfallsreich sein, wenn es darum geht, ihre Ziele zu erreichen. Aber ganz egal, was sich dein Tier einfallen lässt: Du solltest alle Versuche ignorieren und an deinem Erziehungskonzept festhalten.

Dazu zählt nicht nur, Jaulen oder flehende Blicke zu ignorieren, sondern selbst bei lustig anzusehenden Verhaltensweisen solltest du dir ein Lachen oder Schmunzeln verkneifen. Zu diesen Verhaltensweisen zählt zum Beispiel der „sterbende Schwan“.

Sobald dein Hund sieht, dass er durch sein Verhalten deine Aufmerksamkeit erlangen konnte, wird er sein Glück nämlich weiter versuchen. Ignorierst du ihn und sein Verhalten hingegen, dann bleibt kein Raum mehr für neue Erfolgserlebnisse und dein Hund erhält keine Gelegenheit, sich in den Mittelpunkt zu drängen.

4. Nicht schimpfen

So mancher Hundehalter neigt dazu, den Hund beim Betteln zu ermahnen und mit ihm zu schimpfen. Dies wird allerdings in den wenigsten Fällen zum Erfolg führen, denn dein Hund wird durch die Ansprache merken, dass er wieder beachtet wird und die gewonnene Aufmerksamkeit als Erfolg werten. Besser ist es an dieser Stelle, ruhig und konsequent zu bleiben. Ein klares „Nein“ sollte reichen, um deinen Hund darauf aufmerksam zu machen, dass sein Verhalten nicht in Ordnung ist.

5. Ruheplatz zuweisen

Stets konsequent zu bleiben ist häufig leichter gesagt als getan. Insbesondere bei Hunden, die über einen langen Zeitraum von mehreren Jahren erfolgreich gebettelt haben, wird sich das Verhalten nach den ersten erfolglosen Versuchen sicherlich verstärken.

Nicht selten kommt es dazu, dass ein Hund anfängt, zu kratzen oder lautstark zu jaulen, um doch noch an sein Ziel zu kommen. In diesen Fällen kann es hilfreich sein, wenn du deinem Hund einen festen Ruheplatz zuweist. Diesen Platz sollte er stets bei deinem Essen aufsuchen und dort die gesamte Essenszeit verweilen.

Ein guter Ruheplatz liegt etwas weiter entfernt von deinem Essplatz, aber immer noch in Sichtweite des Tisches. Dadurch kann dein Hund das Geschehen beobachten und du erhältst zugleich die Möglichkeit, direkt einzugreifen, wenn dein Hund unerlaubt aufstehen möchte.

Durch Belohnungen kannst du deinem Vierbeiner den Platz schmackhaft machen. Er soll lernen, dass er eher mit einem Leckerchen rechnen kann, wenn er den zugewiesenen Platz nutzt und nicht, wenn er versucht am Tisch zu betteln.

6. Geduld und Ausdauer

Zu den wichtigsten Grundregeln der Erziehung von bettelnden Hunden zählt sicherlich, dass du stets geduldig und ausdauernd bleiben solltest. Es kann nämlich durchaus lange Zeit dauern, bis dein Hund sein nicht erwünschtes Verhalten wieder abstellt.

Dabei kann es helfen, sich das Ziel vor Augen zu führen. Stell dir einfach vor, wie entspannt das Essen zukünftig sein kann, wenn du in aller Ruhe und ohne Störungen am Tisch sitzen kannst. Dies betrifft nicht nur dich, sondern auch dein Hund erhält durch eine konsequente Erziehung die Gelegenheit, bei den Mahlzeiten des Menschen wieder gelassen zu sein.

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